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Wie Sie ein verbilligter Verkauf Ihres GmbH-Anteils auf den Tisch der Steuerfahndung bringt

Wenn Sie Gesellschafter einer Kapitalgesellschaft sind und Ihren Gesellschaftsanteil an eine Kapitalgesellschaft veräußern, an der Sie ebenfalls beteiligt sind, ruft das Ihr Finanzamt auf den Plan. Es wird nämlich geprüft, ob Sie den Verkauf des Anteils in solchen Fällen richtig bewertet haben. Ist dies nicht der Fall, droht Ihnen im schlimmsten Fall ein Steuerstrafverfahren.

Jörg Wilde

07.10.2024 · 5 Min Lesezeit

Diesen Fall hat das Finanzgericht jüngst zulasten des Gesellschafters entschieden

Sachverhalt: Der Steuerpflichtige hielt eine 25%ige Beteiligung an der X- GmbH. Die X-GmbH hatte eine erhebliche Kaufpreisforderung aus einem früheren Verkauf von Anteilen an einer anderen Gesellschaft. Der Steuerpflichtige verkaufte zu einem vergleichsweise niedrigen Preis von 250 € pro Anteil seine Anteile an die B-GmbH. An dieser B-GmbH war der Steuerpflichtige zu 90 % beteiligt. Dies ermöglichte ihm, einen nicht marktgerechten Kaufpreis zu vereinbaren.

Das Finanzamt erkannte in dieser Transaktion eine verdeckte Einlage, da die Übertragung der Anteile nicht zu einem angemessenen Marktwert erfolgte und die Zuwendung ihre Ursache im Gesellschaftsverhältnis hatte.

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